Gemeindevertretung

Grüne wollen bleifreie Jagdmunition im Gemeindewald zum Schutz von Mensch und Natur

Zur Vermeidung von giftigem Blei in den Böden und dem Wildbret soll im Gemeindewald nur noch mit bleifreier Munition gejagt werden – so die Fraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN Seeheim-Jugenheim. Mit einem Antrag in der Gemeindevertretung will sie erreichen, dass die Verwendung von bleihaltiger Munition bei der Jagd im Gemeindewald verboten wird. „Bleimunition in den Innereien von geschossenen Rehen oder Wildschweinen schadet nicht nur dem Mensch, der das Wildbret verzehrt,“ so Torsten Leveringhaus, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen, „sondern zum Beispiel auch Tieren wie dem Rotmilan, welche die Innereien der geschossenen Tiere verzehren.“

Das Blei kann dabei sowohl das Nervensystem als auch die Nieren schädigen und wird zudem als krebserregend eingestuft. Mehrere Langzeitstudien haben inzwischen einwandfrei belegt, dass auch bleifreie Munition bei der Jagd keine Einschränkungen mit sich bringt.

Weiterlesen »

Pressemitteilung: GRÜNE Seeheim-Jugenheim diskutieren ihre Ziele

Zur jährlichen Klausurtagung traf sich die Fraktion von Bündnis 90/DIE GRÜNEN in der Gemeindevertretung Seeheim-Jugenheim am vergangenen Wochenende in Reichelsheim.

Da dieses Jahr der Haushalt bereits verabschiedet wurde, konnte sich die Fraktion intensiver mit den aktuellen politischen Themen auseinander setzen und für die Zukunft planen.

Teilnehmer*innen

Die Planung der Ziele begann mit einem Rückblick auf die bisherige Arbeit. Dabei wurde deutlich, dass die Fraktion wichtige Anträge in verschiedenen kommunalpolitischen Bereichen einbringen und durchsetzen konnte. „Diese Stärke verdanken wir den verschiedensten Kompetenzen, die die Mitglieder unserer Fraktion mitbringen und der konstruktiven und wertschätzenden Zusammenarbeit“, so Claudia Schlipf-Traup, Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN. „Die Umwandlung der Sandstraße in eine Fahrradstraße, die Initiative zur „Fair-Trade Gemeinde“, das Nutzungskonzept für die Dreifelderhalle, die Einführung der Sozialstaffel bei den Gebühren der Kindertagesstätten und die Verabschiedung eines ausgeglichenen Haushaltes zählen dabei zu den Höhepunkten im vergangenen Jahr.“

Intensiv hat sich die Fraktion auch mit der gegenwärtigen und künftigen Situation der Flüchtlinge in der Gemeinde auseinander gesetzt. „Dank des außerordentlich großen Engagements des Helferkreises Asyl sind die Flüchtlinge bereits gut in der Gemeinde eingebunden“, stellt Torsten Leveringhaus, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN fest. „Für diese vielfältige Arbeit möchten wir uns ganz herzlich bei allen Beteiligten bedanken.“ Geeignete Unterbringungsmöglichkeiten für die Flüchtlinge zu finden und die Menschen angemessen zu betreuen, wird auch 2015 eine große Herausforderung in der Gemeinde sein. „Der Helferkreis braucht bei der steigenden Zahl an Flüchtlingen in der Gemeinde professionelle Unterstützung“, so Torsten Leveringhaus, „dafür wollen wir uns einsetzen.“

Ein weiteres Thema, das den GRÜNEN sehr wichtig ist, wird 2015 die Planung der Waldbewirtschaftung in den nächsten zehn Jahren sein, die so genannte Forsteinrichtung muss neu beschlossen werden. Dabei ist es den GRÜNEN wichtig, dass die Wälder in der Gemeinde artenreiche und gesunde Lebensräume für Tiere und Pflanzen bleiben. Dafür sollen auch Teile des Waldes aus der holzwirtschaftlichen Nutzung herausgenommen und der Wald insgesamt naturnah bewirtschaftet werden.

Weiterlesen »

Haushaltsrede von Claudia Schlipf-Traup am 11.12.2014

Sehr geehrter Herr Vorsitzender, sehr geehrter Herr Bürgermeister, sehr geehrte Damen und Herren,

heute Abend bin ich zum 14. Mal an der Verabschiedung eines Haushalts der Gemeinde Seeheim-Jugenheim beteiligt.
Der heute zu beschließende Haushaltsentwurf ist der zweite der 14 Entwürfe, der kein Defizit ausweist. Lediglich 2007 konnten wir wie heute einen ausgeglichenen Haushalt verabschieden. Damals war es noch ein kameralistischer Haushalt, bei dem Abschreibungen, z.B. für die Gebäude, noch nicht berücksichtigt wurden, es wurden also im Haushalt noch nicht die Ausgaben der Gemeinde in Form von Wertverlusten eingerechnet. Außerdem profitierte die Gemeinde im Jahr 2007 von einer Einnahmesteigerung von 2,5 Millionen Euro gegenüber dem Jahr 2006, die vor allem durch mehr Einkommens- und Gewerbesteuern dank der guten Konjunktur bedingt war. Man kann sagen, unter solchen Bedingungen ist es leicht einen ausgeglichenen Haushalt zu präsentieren.

Weiterlesen »

Grüne wollen Seeheim-Jugenheim App

Mit einer „Seeheim-Jugenheim App“ für Smartphones und Tablets will die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen Seeheim-Jugenheim den Service für Bürger*innen der Gemeinde verbessern und gleichzeitig das Gewerbe und den Tourismus fördern. Der Gemeindevorstand soll prüfen, ob eine Umsetzung ähnlich wie in anderen Gemeinden möglich ist. Dazu erklärt Torsten Leveringhaus:

„Immer mehr Menschen nutzen ein Smartphone oder Tablet und bewegen sich damit im Internet. Ein großer Teil der Nutzung spielt sich dabei in sogenannten Apps ab.

Mit dem Start der Seeheim-Jugenheim App sollen Bürger*innen zum Beispiel die Öffnungszeiten und Kontaktmöglichkeiten der Verwaltung, Veranstaltungshinweise, einen Straßenplan der Gemeinde sowie eine Liste von Sehenswürdigkeiten oder Gewerbebetrieben abrufen können.

Mittelfristig wäre es auch denkbar, Verwaltungsakte wie zum Beispiel Umzugsmeldungen oder die Beantragung von Unterlagen über eine solche App zu erledigen. Ebenfalls wäre eine Funktion zur Erinnerung an die Termine der Müllentsorgung möglich.

Nicht zuletzt würde eine solche App auch für Touristen eine wertvolle Hilfe beim Besuch in Seeheim-Jugenheim darstellen. Sie könnten sich vorab schon über Ausflugsziele informieren und hätten vor Ort jederzeit eine Orientierungshilfe in der Hand, zum Beispiel bei der Suche nach einem Restaurant.“

Weiterlesen »

Mehr Fluglärm über Seeheim-Jugenheim durch Abweichung von Standard-Flugrouten?

Nördlich der Ortslage Seeheim führt im Normalfall die Abflugroute „KNG-lang“ des Frankfurter Flughafens aus Richtung Funkfeuer Ried nach Osten, die besonders von schweren vierstrahligen Verkehrsflugzeugen genutzt wird. Mit wechselnden Häufigkeiten kommt es zu Abweichungen von dieser Standard-Flugroute („Sollfluglinie“) und dadurch zu Überflügen über die bewohnten Ortslagen von Seeheim und Jugenheim. Diese Überflüge führen zu einer Lärmbelastung für die Bevölkerung. Die Fraktion von Bündnis 90/DIE GRÜNEN fordert Aufklärung über die Häufigkeit und Art dieser Abweichungen und hat deshalb einen Antrag in die Gemeindevertretung eingebracht.

„Eine kürzlich veröffentlichte Studie der Universität Mainz hat die Gefahren von Fluglärm insbesondere für herzkranke Menschen aufgezeigt“, so Claudia Schlipf-Traup von den Seeheim-Jugenheimer GRÜNEN. „Deshalb möchten wir von der Deutschen Flugsicherung erfahren, warum Direktfreigaben für die Abweichung von der Sollfluglinie erteilt werden und die Flugzeuge somit deutlich hörbar über bewohnte Gebiete der Gemeinde fliegen können.“

Außer der jeweiligen Begründung für alle derartigen Ereignisse seit dem 1. April 2014 sollen weitere Daten, wie zum Beispiel Datum, Uhrzeit, Flughöhe, Flugzeugtyp, sowie der theoretische Lärmpegel am Boden bei Überflug der bewohnten Ortslagen geliefert werden.

Außerdem, so die GRÜNEN in ihrem Antrag, soll es ab sofort bis zum Jahresende einen monatlichen Bericht der Flugsicherung geben, in dem die Daten aller Direktfreigaben der Gemeinde zur Verfügung gestellt werden. Alle Daten sollen dann auch auf der Homepage der Gemeinde für die Öffentlichkeit einsehbar gemacht werden.

Weiterlesen »

Rede zum Haushalt 2014

Rede zum Haushalt 2014 der Fraktionsvorsitzenden Claudia Schlipf-Traup

gehalten in der Gemeindevertretung am 27.2.2014

Sehr geehrter Herr Vorsitzender, sehr geehrter Herr Bürgermeister, sehr geehrte Damen und Herren,

auch in diesem Jahr möchte ich mit einem Dank an den Gemeindevorstand und die Verwaltung für die Arbeiten zur Aufstellung des Haushaltsentwurfs sowie ihre Erläuterungen beginnen und allen Beteiligten für die sachlichen und konstruktiven Beratungen während der Gremiensitzungen danken.

Der Haushalt 2014 gibt keinen Anlass zur Freude – im ordentlichen Ergebnis planen wir mit einem Defizit von ca. 700 000 Euro, seit geraumer Zeit haben wir einen konstanten Bedarf von 5,5 Mio Euro an Kassenkrediten. Dennoch können wir optimistischer in die Zukunft blicken als die vergangenen Jahre. Rechnet man die außerordentlichen Erträge von 485 000 Euro, die v.a. durch Veräußerung von gemeindlichen Grundstücken erzielt werden, gegen das Defizit, so bleibt noch ein Fehlbetrag von ca. 210 000 Euro. Im letzten Haushaltsplan lag dieses Defizit noch bei 1,26 Millionen Euro.

Dank besserer Prognosen für die Einnahmen der Gemeinde aus Einkommens- und Gewerbesteueranteilen, dank den Einsparungsbemühungen in der Gemeinde und Dank den geplanten Maßnahmen im Haushaltssicherungskonzept, können wir ab 2015 mit einem ausgeglichenen Haushalt rechnen. Im Jahr 2016 können wir dann laut Prognose sogar einen Überschuss von rund 270 000 Euro erzielen. Die Vorgaben der Finanzaufsicht, bis 2020 einen Haushaltsausgleich zu erreichen, sind so zur Genüge erfüllt.
Doch damit können wir uns noch lange nicht entspannt zurücklehnen, es ist weiterhin ein strikter Sparkurs angesagt. Denn es gilt noch den Schuldenberg von 5,5 Millionen Euro an Kassenkrediten neben den Darlehensschulden von 3,8 Millionen Euro abzubauen. Rund eine Million dieser Darlehenssumme wird in diesem Jahr für den Umbau in der Ortsdurchfahrt Jugenheim und den Mehrzweckraum in der Dreifelderhalle investiert.

Zur Euphorie verleitet keineswegs der Einblick in die Sport- und Kulturhalle Seeheim, oder das Befahren so mancher maroder Ortsstraßen und Feldwege, vielmehr kann man dabei den Mangel förmlich physisch erleben. Ähnliches gilt für die energetische Situation des Haus Hufnagels, den Zustand unserer Büchereien und vielem mehr. In der Gemeinde liegt ein mächtiger Investitionsstau vor, die Infrastruktur leidet mehr als es gesund ist und es fehlt das Geld, um nötige Projekte, zu verwirklichen.

Uns Gemeindevertretern macht es keinen Spaß, so manche berechtigte Wünsche von Bürgerinnen und Bürgern oder Vereinen und Organisationen von einem Jahr auf das andere zu verschieben oder gar abzulehnen. Das betrifft zum Beispiel die Beregnungsanlage am Sportplatz Malchen, das Leitsystem für die Gemeinde, eine attraktive Gestaltung der Spielplätze, eine Umgestaltung des Einkaufzentrums am Grundweg, den Bürgersteig in der Ober Beerbacher Straße – die Liste ließe sich noch lange erweitern.

Es bleibt uns deshalb kein anderer Weg, als die Konsolidierungsbemühungen strickt fortzusetzen, um Spielräume für die Zukunft zu schaffen und nicht auf Kosten zukünftiger Generationen zu leben. So müssen die Einsparungen im Personalbereich in der Verwaltung wie geplant konsequent umgesetzt werden, ohne aber deren Arbeitsfähigkeit und Gesundheit zu gefährden. Deshalb ist ein Konzept für einen Personalentwicklungsplan dringend erforderlich.
Richtig ist es unserer Meinung auch, die Ausgaben für Sach- und Dienstleistungen konstant zu halten und nicht ansteigen zu lassen, auch wenn dies mit so manchem Verzicht verbunden ist.
Äußerst unbefriedigend und gegenläufig zum Haushaltskonsolidierungsprozess ist, dass häufig Gebühren von der Verwaltung nicht konsequent und fristgerecht bei den Zahlungspflichtigen eingefordert werden und der Gemeinde so beträchtliche Einnahmen verloren gehen. Wir fordern den Gemeindevorstand, insbesondere den Bürgermeister auf, in dieser Angelegenheit dringend Abhilfe zu schaffen und die Verwaltungsstrukturen entsprechend zu verbessern.

Die Möglichkeiten der Interkommunalen Zusammenarbeit müssen weiter genutzt und ausgebaut werden. So begrüßen wir den gemeinsamen Standesamtsbezirk mit Alsbach-Hähnlein und stehen einer Ausweitung der Zusammenarbeit z.B. im Bereich Personalwesen sehr offen gegenüber.

Weiterhin gilt der Appell an Land und Bund, für eine bessere finanzielle Grundlage der Kommunen zu sorgen und nicht nur neue Aufgaben auf diese abzuschieben.

Als positiv und sehr konstruktiv, möchte ich den Verlauf des Runden Tisches zur Haushaltskonsolidierung beschreiben. Nach intensivem Drängen beim Bürgermeister, nicht nur von der Fraktion der GRÜNEN, hatte die Verwaltung, bzw. der Gemeindevorstand, einen umfassenden Katalog an möglichen Konsolidierungsvorschlägen erarbeitet und vorgelegt. In sachlicher und konstruktiver Weise sind diese Vorschläge am Runden Tisch und in den Fraktionen politisch bewertet worden und sind in das Haushaltskonsolidierungskonzept eingeflossen, das wie bereits erwähnt mit einem voraussichtlichen Haushaltsausgleich in 2015 ein wesentlich besseres Bild darstellt als in den letzten Jahren.

Eine gewichtige Grundlage für diese optimistischere Finanzplanung stellt die Verbesserung der Einnahmeseite durch die geplante Erhöhung der Grundsteuer ab dem Jahr 2015 von 320 auf 380% und der Gewerbesteuer von 370 auf 380% dar. Wir sind uns durchaus bewusst, dass wir damit von den Gewerbetreibenden und den Einwohnerinnen und Einwohnern der Gemeinde einen gewaltigen Beitrag zur Haushaltskonsolidierung verlangen. Gleichzeitig sind wir aber überzeugt, dass es der richtige Weg ist, denn die Einsparungsmöglichkeiten sind weitgehend ausgereizt. Wir stehen in der Verantwortung für die zukünftigen Generationen, unseren Schuldenberg abzubauen und unsere Infrastruktur zu erhalten, zu pflegen und wenn nötig auszubauen oder neuen Anforderungen wie z.B. dem Brandschutz, der demografischen Entwicklung und den sich ändernden Bedarfen der Familien an Kinderbetreuung anzupassen.

Viele Kommunen haben in den letzten Monaten ähnliche Schritte unternommen und die Realsteuern deutlich erhöht. Die Aufgaben, die die Gemeinde nicht zuletzt finanziell zu bewältigen hat, steigen stetig an. So müssen wir den Ausbau und die Betriebskosten für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren ab 2015 für weitere 20 Plätze finanzieren. Für den Gemeindeanteil an der Dreifelderhalle fallen zusätzliche Betriebskosten an und wir müssen eine angemessene Unterbringung und Betreuung der Asylbeweber in unserer Gemeinde sicherstellen.

Zusätzliche Kosten werden der Gemeinde voraussichtlich auch die anstehenden Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst verursachen.
Wir haben in Seeheim-Jugenheim eine sehr hohe Wohnqualität durch eine gute Anbindung an den ÖPNV, gute Kinderbetreuungsangebote, ein vielseitiges Angebot an Einkaufsmöglichkeiten und an medizinischer Versorgung. Wir haben sieben Ortsteile und sieben Bürgerhäuser oder ähnliches. Wir haben ein sehr reges Vereinsleben, wir haben ein Freibad.

Der Naherholungswert durch die schönen und auch ökologisch wertvollen Naturräume rund um die besiedelten Gebiete der Gemeinde ist sehr hoch. Dies liegt auch darin begründet, dass wir nicht von großen Industrie- und Gewerbegebieten umschlossen sind, wie z.B. Weiterstadt. Damit verbunden ist eine hohe Lebensqualität. Im Gegenzug müssen wir auf Gewerbesteuereinnahmen in größerer Höhe verzichten und müssen dies durch andere Quellen kompensieren. Wir halten nichts von dem Vorschlag der SPD den Flächennutzungsplan nach neuen Gewerbeflächen im Außenbereich zu durchforsten, um neue Gewerbesteuereinnahmen zu generieren. Das ist einerseits als eine nicht realisierbare Wunschvorstellung zu bewerten und würde auf der anderen Seite wertvolle Naturräume zerstören. Wie unkalkulierbar Gewerbesteuereinnahmen sind, zeigen die Städte Rüsselsheim und Pfungstadt.

Die Berechnungsgrundlage der Grundsteuer enthält eine soziale Komponente. Wohlhabende zahlen in der Regel mehr. Bezieher von Grundsicherung werden durch die Steuerhöhung nicht belastet, ihre Wohnkosten werden von der Kreisagentur für Beschäftigung übernommen. Menschen die eine große und wertvolle Wohnung oder ein wertvolles Haus haben, sind meist auch vermögender. Der Einheitswert ihrer Immobilie ist höher als bei einer kleinen Wohnung und entsprechend steigt ihre zu entrichtende Grundsteuer auch stärker durch die Erhöhung des Hebesatzes an.
Wir wollen mit dem Schritt der Realsteuererhöhung vermeiden, dass wir eines Tages aufgrund der schlechten Finanzsituation doch Bürgerhallen in den Ortsteilen oder das Schwimmbad schließen müssen, was den Bürgerinnen und Bürgern sicherlich schwerer zu vermitteln wäre.

Erstmals sind im Haushalt auch Einnahmen aus Parkraumbewirtschaftung, sprich Parkgebühren veranschlagt. Diese Maßnahme ist nicht nur aus finanzieller Sicht zu begrüßen. Sie hat hoffentlich auch einen gewissen Steuerungseffekt, dass Schwimmbadbesucher nämlich mehr zu Fuß oder mit dem Fahrrad zum Schwimmbad kommen.

Einen wichtigen Beitrag zur Lebensqualität in der Gemeinde leisten die Einwohnerinnen und Einwohner selbst durch das vielseitige bürgerschaftliche Engagement. Dafür möchte ich an dieser Stelle allen, die in irgendeiner Weise engagiert sind, herzlichen Dank sagen. Seien es der Schwimmbadverein, die Naturschutzverbände, der Runde Tisch für die Asylbewerber, der Seniorenbeirat, die Sportvereine, um nur einige wenige von ganz vielen zu nennen. Besonders erwähnen möchte ich dabei die Feuerwehr, die neben ihrer Hauptaufgabe, den Brandschutz sicher zu stellen, in ihrer Freizeit viele andere Aufgaben in der Gemeinde übernimmt.

Zusammenfassend lässt sich sagen, die Talsohle scheint durchschritten, wir sind auf dem Weg nach oben, doch der ist noch lange und steinig.
Wann sind ein Neubau oder ein Umbau der Sport- und Kulturhalle oder ein Begegnungscafé realisierbar?

Die Fraktion Bündnis90/Die GRÜNEN stimmt dem Haushalt und dem Haushaltssicherungskonzept zu.

Weiterlesen »

Aktion Bunt gegen Rechts & Lichtermeer

Ein paar Impressionen der heutigen Aktion „Bunt gegen Rechts & Lichtermeer“, die in Zusammenarbeit zwischen der Schülervertretung des Schuldorfes Bergstraße und der Gemeindevertretung Seeheim-Jugenheim organisiert worden ist.

Auch wir möchten uns an dieser Stelle für die Organisation und bei allen Teilnehmer*innen bedanken, die an diesem Abend wieder ein klares Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus gesetzt haben.

Weiterlesen »

Sitzungskalender in elektronischer Form

Sie haben Interesse an Kommunalpolitik? Das freut uns. Vielleicht haben Sie ja auch einmal Lust, die Sitzungen der Gemeindevertretung oder eines Ausschusses zu besuchen.

Um es Ihnen einfacher zu machen, haben wir den Sitzungskalender der Gemeindevertretung Seeheim-Jugenheim für das Jahr 2014 in elektronische Form umgewandelt und stellen die .ics Dateien hier zur Verfügung. So können sie die Termine ganz einfach auf Ihrem elektronischen Gerät einbinden und verpassen keine Sitzung.

Alle Sitzungen der Gemeindevertretung: GeVer.ics

Alle Sitzungen des Ausschusses für Soziales, Kultur und Sport: AfSoKuSp2014.ics

Alle Sitzungen des Ausschusses für Umwelt, Naturschutz und Verkehr: AfUuN2014.ics

Alle Sitzungen des Bauausschusses: Bauausschuss2014.ics

Alle Sitzungen des Haupt- und Finanzausschusses: HFA2014.ics

Der komplette Sitzungskalender mit allen Terminen: Sitzungskalender2014.ics

Sie nutzen noch einen handschriftlichen Kalender? Dann finden Sie alle Termine HIER als .pdf Datei (11 MB).

Weiterlesen »

Zum Tode von Dr.-Ing. Thomas Stankowski

 


Dr.-Ing. Thomas Stankowski

* 17.11.1952  † 2.6.2013


Wir trauern um einen guten und hochgeschätzten Freund,
wir danken für seine fachkundige und zuverlässige Arbeit
im Ortsverband und in der Fraktion.
Seit 2006 war er Mitglied im Vorstand des Ortsverbandes
und
seit 2011 Mitglied der Gemeindevertretung.
Seiner Familie gilt unsere tiefe Anteilnahme.

Ortsverband und Fraktion
Bündnis 90/DIE GRÜNEN Seeheim-Jugenheim.

*****************************************************

Weiterlesen »

CDU bekennt Farbe: „Fairer Handel? – Nicht mit uns!“

Der Antrag, die Gemeinde Seeheim-Jugenheim möge versuchen, die Bedingungen zu erfüllen, um eine sogenannte „Fairtrade-Gemeinde“ zu werden, erschien uns GRÜNEN völlig unkritisch, so Fraktionsmitglied Thomas Broll: Ein Bekenntnis zu fairem Handel mit Menschen aus Entwicklungsländern. Der Beschluss, Menschen zu helfen, ihre Existenzgrundlage zu erhalten und auszubauen statt sie systematisch auszubeuten. Ein Zeichen für globale soziale Verantwortung und nicht zuletzt ein sehr anerkanntes und begehrtes Gütesiegel auf dem Briefkopf einer Gemeinde. All das ohne großen Aufwand und unter maßgeblicher Mitwirkung der gesellschaftlichen Gruppen und Organisationen von Seeheim-Jugenheim. Da kann man eigentlich nichts dagegen haben, dachten die Grünen, zumal bereits viele Kommunen beschlossen haben, eine Fairtrade-Gemeinde werden/sein zu wollen, z.B. in der näheren Umgebung Bensheim, Heppenheim und Bickenbach.
Es kam anders. Die Vertreter/in der CDU brachten im Ausschuss für Soziales, Kultur und Sport ihre Ablehnung unseres Antrags mit großer Deutlichkeit vor. So brauche es 4 (vier!) örtliche Einzelhändler und 2 (zwei!) Gastronomen, die bereit seien, Fairtrade-Produkte anzubieten. Solch ein Ansinnen sei den örtlichen Gewerbetreibenden nicht zuzumuten hieß es. Schämen müsse man sich da – so der Bürgermeister wörtlich. Ja, sagen wir, schämen muss man sich, wenn man unserem Einzelhandel und unseren Gastronomen nicht zutraut, dass niemand freiwillig Fairtradeprodukte anbietet.
Und die Ausschussmitglieder aus der Sozialdemokratie: Sie wiegen bedächtig das Haupt, erkennen die FairTrade-Kampagne als „eine grundsätzlich gute Sache“ an, aber … sie befürchten eine Arbeitsüberlastung unserer Gemeindeverwaltung. Man solle doch besser erst einmal prüfen. Da viele Kriterien in Seeheim-Jugenheim bereits erfüllt sind, würde allerdings eine Prüfung des Antrages annähernd soviel Arbeit machen wie eine Umsetzung.
Müssen wir uns jetzt für solche Meinungen bei der lokalen CDU und SPD schämen?
Noch hoffen wir für die weitere Beratung in der Gemeindevertretung auf ein Umdenken von CDU und SPD.
Mehr Informationen zum Konzept Fairtrade-Gemeinde findet man in unserer Pressemitteilung vom April 2013 oder ganz ausführlich im Internet unter www.fairtrade-towns.de.

Weiterlesen »