Pressemitteilungen

GRÜNE laden ein: Zukunft der medizinischen Versorgung

Medizinische Versorgung, Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft, lautet das Thema einer Informations- und Diskussionsveranstaltung der GRÜNEN Seeheim-Jugenheim am 12. Juni 2013 um 19.30 Uhr im Haus Hufnagel, Seeheim. Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen.

Viele Patienten erhalten unnötiger Weise künstliche Gelenke – Ärztliche Notdienstzentralen werden geschlossen, so die Schlagzeilen. Doch das gilt nicht für die Kreisklinik in Jugenheim:

Die Klinik für Orthopädie und Traumatologie in Jugenheim genießt einen überregional herausragenden Ruf für Endoprothetik. Darüber hinaus hat sie sich der Arbeitsgemeinschaft für nichtoperative Orthopädie in Akutkliniken (ANOA) angeschlossen und ein entsprechendes Diagnostik- und Behandlungskonzept zur stationären Behandlung entwickelt. Orthopädische Erkrankungen werden dabei vorrangig mit konservativen und auch alternativen Methoden behandelt: Physiotherapie, Osteopathie, Akupunktur …. Dr. Christian Conrad, Oberarzt an der Klinik für Orthopädie und Traumatologie in Jugenheim, wird dieses Konzept vorstellen.

Die Ärztliche Notdienstzentrale in Jugenheim sichert an Wochenenden und Feiertagen in dringenden Fällen die ärztliche Versorgung vor Ort. Dagegen wurden in Pfungstadt und Ober-Ramstadt die Ärztlichen Notdienstzentralen aus wirtschaftlichen Gründen jüngst geschlossen. Patienten müssen von dort nach Darmstadt fahren und lange Anfahrtswege sowie Wartezeiten in Kauf nehmen. Nicht zuletzt dank dem großen Engagement von Dr. Löschhorn und dank dem von ihm initiierten Förderverein kann die Ärztliche Notdienstzentrale in Jugenheim erhalten bleiben. Ihr Obmann Dr. Norbert Löschhorn erläutert, wie die ärztliche Versorgung dort außerhalb der Öffnungszeiten der Arztpraxen gewährleistet wird und vor welchen Herausforderungen die Notdienstzentrale in Zukunft steht.

Kordula Schulz-Asche Sprecherin für Gesundheit der GRÜNEN Fraktion im Hessischen Landtag diskutiert im Anschluss mit den Referenten und dem Publikum über die politischen Herausforderungen zur Sicherung der ambulanten und stationären medizinischen Versorgung.

Moderiert wird der Abend von Christian Grunwald, Direktkandidat der GRÜNEN zur Landtagswahl.

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CDU bekennt Farbe: „Fairer Handel? – Nicht mit uns!“

Der Antrag, die Gemeinde Seeheim-Jugenheim möge versuchen, die Bedingungen zu erfüllen, um eine sogenannte „Fairtrade-Gemeinde“ zu werden, erschien uns GRÜNEN völlig unkritisch, so Fraktionsmitglied Thomas Broll: Ein Bekenntnis zu fairem Handel mit Menschen aus Entwicklungsländern. Der Beschluss, Menschen zu helfen, ihre Existenzgrundlage zu erhalten und auszubauen statt sie systematisch auszubeuten. Ein Zeichen für globale soziale Verantwortung und nicht zuletzt ein sehr anerkanntes und begehrtes Gütesiegel auf dem Briefkopf einer Gemeinde. All das ohne großen Aufwand und unter maßgeblicher Mitwirkung der gesellschaftlichen Gruppen und Organisationen von Seeheim-Jugenheim. Da kann man eigentlich nichts dagegen haben, dachten die Grünen, zumal bereits viele Kommunen beschlossen haben, eine Fairtrade-Gemeinde werden/sein zu wollen, z.B. in der näheren Umgebung Bensheim, Heppenheim und Bickenbach.
Es kam anders. Die Vertreter/in der CDU brachten im Ausschuss für Soziales, Kultur und Sport ihre Ablehnung unseres Antrags mit großer Deutlichkeit vor. So brauche es 4 (vier!) örtliche Einzelhändler und 2 (zwei!) Gastronomen, die bereit seien, Fairtrade-Produkte anzubieten. Solch ein Ansinnen sei den örtlichen Gewerbetreibenden nicht zuzumuten hieß es. Schämen müsse man sich da – so der Bürgermeister wörtlich. Ja, sagen wir, schämen muss man sich, wenn man unserem Einzelhandel und unseren Gastronomen nicht zutraut, dass niemand freiwillig Fairtradeprodukte anbietet.
Und die Ausschussmitglieder aus der Sozialdemokratie: Sie wiegen bedächtig das Haupt, erkennen die FairTrade-Kampagne als „eine grundsätzlich gute Sache“ an, aber … sie befürchten eine Arbeitsüberlastung unserer Gemeindeverwaltung. Man solle doch besser erst einmal prüfen. Da viele Kriterien in Seeheim-Jugenheim bereits erfüllt sind, würde allerdings eine Prüfung des Antrages annähernd soviel Arbeit machen wie eine Umsetzung.
Müssen wir uns jetzt für solche Meinungen bei der lokalen CDU und SPD schämen?
Noch hoffen wir für die weitere Beratung in der Gemeindevertretung auf ein Umdenken von CDU und SPD.
Mehr Informationen zum Konzept Fairtrade-Gemeinde findet man in unserer Pressemitteilung vom April 2013 oder ganz ausführlich im Internet unter www.fairtrade-towns.de.

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GRÜNE wollen jährlichen Bericht zum aktuellen Angebot an Kinderbetreuungsplätzen in Seeheim-Jugenheim

Der Gemeindevorstand soll jährlich einen Bericht über die aktuelle Versorgungssituation mit Kinderbetreuungsplätzen in der Gemeinde Seeheim-Jugenheim vorlegen, so hat es die Fraktion Bündnis 90/Die GRÜNEN beantragt.
In dem Bericht soll dargelegt werden, wie viele Betreuungsplätze in der Gemeinde zur Verfügung stehen und wie viele dieser Plätze aktuell besetzt sind. Es soll auch daraus hervorgehen, wie viele Plätze voraussichtlich zum Beginn des neuen Schuljahres frei werden und wie hoch die Anzahl der Kinder ist, die einen Rechtsanspruch auf Betreuung haben. Wichtig ist den GRÜNEN zu erfahren, ob Bedarf besteht, das Angebot an Betreuungsplätzen zu verändern und eine Besetzung der erforderlichen Stellen durch qualifiziertes Personal sichergestellt werden kann.

Der Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen ist durch Zuzug oder Wegzug, durch Schwankungen der Geburtenzahlen und durch gesetzliche Änderungen einem ständigen Wandel unterworfen. Die Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN Claudia Schlipf-Traup weist darauf hin, dass sich der Bedarf auch durch den Wunsch der Eltern, Familie und Beruf zu vereinbaren, deutlich verändert.
Es ist eine Pflichtaufgabe der Gemeinde, für alle Kinder ab 3 Jahren und für Kinder unter drei Jahren bedarfsgerecht ausreichend Betreuungsplätze zur Verfügung zu stellen. Die Gemeinde muss sich den Veränderungen des Bedarfs ständig anpassen. Das wirkt sich auf Haushalt, Personal und Liegenschaften aus.
„Für unsere Entscheidungen in der Gemeindevertretung brauchen wir aktuelle Daten“, erklären die GRÜNEN. „Zudem erhält die Öffentlichkeit über die geforderten Berichte regelmäßig Informationen über die Betreuungssituation in der Gemeinde Seeheim-Jugenheim. So können Eltern besser abschätzen, ab wann ihren Kindern ein Betreuungsplatz zur Verfügung steht.“

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GRÜNE wollen Neu-Konzept für die Entwicklung des Gemeindewaldes mit vermehrt ökologischen Gesichtspunkten und Einbindung der Naturschutzverbände

Seeheim-Jugenheim ist in der Ried-Ebene und den angrenzenden Berghängen von großen Waldflächen umschlossen, die in großen Teilen auf Gemeindegebiet liegen und im Gemeindebesitz sind. Sie sind nicht nur für die Bevölkerung, sondern auch für viele Besucher ein besonderes Qualitätsmerkmal der Gemeinde. Auch für den Naturschutz und die Artenvielfalt sind viele Gebiete von großer Bedeutung, weil sie vielfältige Lebensräume bieten. Den GRÜNEN ist es sehr wichtig, dass auch diese Aspekte bei der Bewirtschaftung der gemeindeeigenen Wälder Beachtung finden und dass deshalb auch geprüft wird, welche Flächen sinnvollerweise aus der Waldnutzung durch Holzeinschlag dauerhaft heraus genommen werden.

Die Bewirtschaftung der gemeindeeigenen Waldflächen erfolgt durch Hessen Forst auf der Grundlage der so genannten „Forsteinrichtung“, die von der Gemeindevertretung beschlossen wird und 10 Jahre Gültigkeit hat. Die letzte „Forsteinrichtung“ datiert aus dem Jahr 2006 und regelt neben der stetigen Erfassung des Waldzustandes, die Umsetzung des Prinzips Nachhaltigkeit, was sich zum Beispiel in festgelegten jährlichen Hiebsätzen niederschlägt. Im Mai 2012 hat die Gemeindevertretung einstimmig beschlossen, dass der Gemeindevorstand gemeinsam mit Hessen Forst ein Neu-Konzept für die Entwicklung des Gemeindewaldes erarbeiten soll, das vermehrt ökologische Gesichtspunkte einbezieht. Dies kann z.B. bedeuten, dass Teile der Waldflächen dauerhaft aus der Holznutzung heraus genommen werden. Mit dem möglichen Erhalt von Ökopunkten und den reduzierten Pflegeaufwendungen kann der dann fehlende wirtschaftliche Ertrag eventuell ausgeglichen werden. Hessen Forst hat auf Anfrage der GRÜNEN hin inzwischen eine erste Stellungnahme vorgelegt und vorgeschlagen, das Neu-Konzept in die nächste Forsteinrichtung im Jahr 2016 einfließen zu lassen. Bündnis 90/DIE GRÜNEN sprechen sich klar für eine weitere Umsetzung des Beschlusses der Gemeindevertretung aus und sind mit dieser Verzögerung einverstanden, um keine zusätzlichen Kosten entstehen zu lassen. „Mit dem im Umweltausschuss eingebrachten und dort einstimmig angenommenen Änderungsantrag wollen wir erreichen, dass die Gemeindevertretung frühzeitig in die Entwicklung der neuen Forsteinrichtung eingebunden wird. Auch den örtlichen Naturschutzverbänden und Naturschutzexperten sollen frühzeitig Mitwirkungsmöglichkeiten eingeräumt werden“, erklärt Wolfgang Sonntag, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN und Vorsitzender des Umweltausschusses.

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DIE GRÜNEN fordern Schutz der Außenbereiche vor Bebauung – Scharfe Kritik an Versäumnis der Verwaltung beim Dollacker in Malchen

Erneut gibt es im Seeheim-Jugenheimer Ortsteil Malchen Ärger um die Bebauung des am Hang gelegenen „Dollackers“. Im Oktober letzten Jahres hat die Bauaufsicht des Landkreises ihre Zustimmung zu einer Bauvoranfrage mit Reihenhäusern am „Dollacker“ erteilt. Der Ortsbeirat Malchen und der Gemeindevorstand hatten sich jedoch zuvor klar gegen die geplante Bebauung südlich des ehemaligen Velux-Geländes am Dollacker ausgesprochen. Denn nach ihrer Auffassung liegt das Vorhaben eindeutig im Außenbereich, nach Meinung der Bauaufsicht im Innenbereich.

Die GRÜNEN Seeheim-Jugenheim lehnen eine weitere Bebauung in diesem Gebiet strikt ab. Sie kritisieren den Bürgermeister und seine Verwaltung massiv, die versäumt haben, fristgerecht Einspruch gegen das Vorhaben zu erheben. Rechtlich wird dies als Zustimmung bewertet. „Es ist skandalös, dass durch dieses Versäumnis der Verwaltung Entscheidungen der zuständigen Gremien und somit der Planungswille der Gemeinde missachtet werden“, bewertet Claudia Schlipf-Traup, Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN, den Vorgang.

Die GRÜNEN wollen nun alle Möglichkeiten ausschöpfen, um die geplante Bebauung zu verhindern, sie fürchten sogar, dass diese Genehmigung erneut eine Bebauungslawine auslöst – mit allen negativen Folgen für das in jüngster Zeit bereits durch eine rege Bautätigkeit nicht immer zum Vorteil veränderte Erscheinungsbild des Ortsteils. „Wehret den Anfängen! Deshalb brauchen wir eine rechtsverbindliche und parzellenscharfe Abgrenzung des Innenbereichs vom Außenbereich, besonders, aber nicht nur im Bereich des Dollackers!“ erklärt Wolfgang Sonntag, stellvertretender Fraktionsvorsitzender.

Die GRÜNEN haben nun die Erstellung einer Klarstellungssatzung beantragt, mit der die Grenzen klar definiert werden sollen und einer weiteren Zersiedelung des Außenbereichs entgegengewirkt werden soll. Da der Außenbereich des Dollackers zum Blütenhang gehört, der Lebensraum seltener Arten wie Schlingnatter, Zauneidechse und Winterlibelle ist, droht durch weitere Bebauung die Zerstörung dieser Lebensräume und das Schwinden der Arten. Das dürfen wir keinesfalls zulassen, denn der Erhalt der Artenvielfalt ist ein grundlegendes Ziel nachhaltiger, grüner Politik, betonen die GRÜNEN.

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Pressemitteilung der GRÜNEN Seeheim-Jugenheim zur Frage des Beitritts zum Zweckverband „NGA“

Die geplante Gründung eines Zweckverbands zur Errichtung und Unterhaltung eines Breitbandnetzes im Landkreis Darmstadt-Dieburg wurde in der Fraktion der GRÜNEN Seeheim-Jugenheim intensiv diskutiert.

Unmut bereitet dabei besonders der Termindruck, dem die Fraktionen in der Gemeindevertretung ausgesetzt sind. Erst Ende November hat der Gemeindevorstand eine Vorlage in die Gremien eingebracht, die nach strikter Maßgabe des Landkreises noch in diesem Jahr entschieden werden müsse. Für eine der politischen und finanziellen Dimension des Projekts angemessene Diskussion ist weder in der Fraktion noch in den politischen Gremien ausreichend Zeit, bemängeln die GRÜNEN. „Die Gemeinde Seeheim-Jugenheim wäre an diesem Projekt mit einem Risiko-Anteil von über 3 Mio. Euro beteiligt. Um eine Entscheidung über ein Vorhaben dieser Größenordnung wirklich zu legitimieren, müsste unseres Erachtens eine Bürgerversammlung abgehalten werden, um die Bürgerinnen und Bürger ausreichend zu informieren. Daran sollte sich eine Bürgerbefragung anschließen, um ein Meinungsbild und eine Bedarfsabschätzung zu erhalten“, so die Fraktionsvorsitzende Claudia Schlipf-Traup. Bei der Bedarfsumfrage im Rahmen der Machbarkeitsstudie haben sich in Seeheim-Jugenheim nämlich nur drei Gewerbebetriebe und 24 Privatpersonen beteiligt, in anderen Kommunen zum Teil mehrere Hundert.

Dass das Breitbandprojekt für den Landkreis Darmstadt-Dieburg von großer Bedeutung ist, steht für die GRÜNEN in Seeheim-Jugenheim außer Frage. Doch die Ausgangslage stellt sich in Seeheim-Jugenheim ganz anders dar als in allen anderen Kommunen im Landkreis, die sich voraussichtlich an dem Projekt beteiligen. In Seeheim-Jugenheim haben heute bereits 53,99% der Haushalte Zugang zum schnellen Internet mit einer Datenübertragungsrate von 50mbit/s, im gesamten Landkreis sind das im Gegensatz nur 19,37%. Ziel des Zweckverbandes ist es, 60-70% der Haushalte im Landkreis an das Datennetz des künftigen Netzbetreibers zu binden, um die erforderlichen Einnahmen zur Amortisierung der Gesamtinvestition zu erzielen. „Für Seeheim-Jugenheim bringt eine Beteiligung am Breitbandprojekt eher geringe Vorteile, andererseits haben wir aber ein erhebliches finanzielles Risiko zu tragen“ wägt Torsten Schulz, stellvertretende Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN ab, „deshalb werden wir dem Beitritt zum NGA-Zweckverband des Landkreises mehrheitlich nicht zustimmen“. Man müsse damit rechnen, mit dem Eintritt in den Zweckverband der Gemeinde für einen langen Zeitraum erhebliche Kosten aufzubürden. Die Verwaltung hat errechnet, dass im Falle einer Verbandsumlage gemäß dem Anteil am Gesamtrisiko des Verbandes von 6,03% in den Betriebsjahren 2 bis 7 jährlich zwischen 100.000 und 150.000 €, danach zwischen 30.000 und 80.000 € bis zum 18. Betriebsjahr von der Gemeinde zu leisten seien. Dies sind Größenordnungen, die mit den Konsolidierungszielen der Gemeinde nicht vereinbar und auch nicht verantwortbar sind.

Wie schnell sich alternative technische Zukunftslösungen wie Vectoring, Cloud Computing, LTE … entwickeln und durchsetzen werden, ist dagegen nicht vorhersehbar. Dass wir auch in Seeheim-Jugenheim an der Verbesserung der Breitbandversorgung in bisher noch nicht erschlossenen Gemeindegebieten arbeiten müssen, bleibt für die GRÜNEN unbenommen. Doch dabei sollte nach Meinung der GRÜNEN an die spezifische Versorgungslage in der Gemeinde angeknüpft und nicht eine teure Parallelversorgung aufgebaut werden.

Anerkennung verdiene das Bemühen des Landkreises, solidarisch ein leistungsfähiges Datennetz für die Mitgliedskommunen herzustellen. Da der Landkreis mit 13,5% am Zweckverband beteiligt sein wird, trage Seeheim-Jugenheim ohnehin über die Kreisumlage ihren solidarischen Anteil. Es sei eine wesentliche Aufgabe der Kommunalpolitik, durch den Ausbau der Infrastruktur für vergleichbare Lebensbedingungen im Kreis Sorge zu tragen. Doch auch Bund und Land, sind aufgerufen, ihren diesbezüglichen Pflichten nachzukommen.

Wichtig ist den GRÜNEN auch der Hinweis darauf, dass der Breitbandinitiative des Landkreises die Tatsache zugrunde liegt, dass hier ein so genanntes „Marktversagen“ vorliegt. Es sei nämlich kein privat(isiert)es Unternehmen bereit, die bislang unterversorgten Regionen des Kreises mit einem leistungsfähigen Netz zu erschließen, da ein solches Netz nicht kurzfristig genug den betriebswirtschaftlich gewünschten Profit erwirtschaften könne. Das absehbare Risiko des Verlusts von Arbeitsplätzen und Einwohnern in der Region interessiere diese Unternehmen aber nicht. Es bleibe daher die Erkenntnis, dass Aufgaben, die der Erstellung und dem Erhalt öffentlicher Infrastruktur dienen, in privatwirtschaftlichen Händen offenbar nicht grundsätzlich gut aufgehoben sind.

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GRÜNE wollen intensivere Zusammenarbeit mit dem Geopark

Seeheim-Jugenheim ist Teil des Geo-Naturparks Bergstraße-Odenwald und weist eine außerordentliche geologische Geschichte auf. Diese zeugt von 400 Millionen Jahre Entwicklung des Odenwalds und der Bergstraße, vom geologisch bedeutsamen Oberrheingraben, von den Zeugnissen der letzten Eiszeit und von gravierenden Erosionen, z.B. in der Nähe der Märchenteiche. „Das sind besondere Schätze. In der Bevölkerung ist deren Bedeutung leider bisher noch wenig bekannt“, stellt Wolfgang Sonntag stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Fraktion der GRÜNEN und Vorsitzender des Umweltausschusses fest. Wenig bekannt ist auch, dass der Geo-Naturpark seit dem Jahr 2004 mit „Globaler Geopark“ die höchstmögliche Auszeichnung durch die UNESCO hat, die nur wenigen Regionen weltweit zu Teil wurde. Neben dem Schutz des geologischen Erbes und der Vermittlung geologischer Themen im Rahmen der Umweltbildung gehören zu den Aufgaben eines Geoparks die nachhaltige Regionalentwicklung, ebenso die wissenschaftliche Forschung innerhalb des Parks. Geopark-Ranger bieten in diesem Rahmen themenorientierte Führungen in und um Seeheim-Jugenheim an. Die GRÜNEN wollen, dass die Bevölkerung vor Ort über die Bedeutung und die Aufgaben des Geoparks besser informiert wird und haben deshalb beantragt, dass die Gemeinde Vertreter des Geoparks zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung einladen solle. „Die Potenziale, die der Geopark zur Förderung des Tourismus, der Naherholung und der Umweltbildung in der Gemeinde bietet, werden bisher zu wenig ausgeschöpft“, erklärt Wolfgang Sonntag, „deshalb möchten wir zudem, dass der Gemeindevorstand die Zusammenarbeit mit dem Geopark verbessert.“

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GRÜNE stellen Fragen zur Situation der Obdachlosen in der Gemeinde

Die Situation der Obdachlosen in Seeheim-Jugenheim beschäftigt BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Sie haben deshalb eine Anfrage an den Gemeindevorstand gestellt, um genauere Informationen darüber zu erhalten. Die Unterbringung von Obdachlosen ist eine gesetzliche Pflichtaufgabe der Kommunen.

Die GRÜNEN wollen wissen, wie die Obdachlosen in der Gemeinde untergebracht werden, ob es getrennte Unterkünfte für Frauen und Männer gibt und wie dies bei Kindern aussieht. Wie viele Obdachlose leben in der Regel in Seeheim-Jugenheim und welche Kosten entstehen der Gemeinde dadurch? Neben der Unterbringung ist nach Ansicht der GRÜNEN wichtig, dass die Obdachlosen Unterstützung erhalten, den Alltag zu bewältigen und möglichst wieder aus der Obdachlosigkeit heraus zu kommen. So stellen sie die Frage, ob die Obdachlosen Beratung erhalten, wenn ja, in welcher Form. Wird bei der Obdachlosenunterbringung und -betreuung mit Nachbarkommunen zusammen gearbeitet? „Wenn die angeforderten Informationen vorliegen, werden wir beraten, ob für die Gemeinde Handlungsbedarf besteht, um die Situation der Obdachlosen in Seeheim-Jugenheim zu verbessern. Dabei ziehen wir auch eine Zusammenarbeit mit Nachbarkommunen in Betracht“, erklärt Thomas Broll, Mitglied der GRÜNEN im Sozialausschuss.

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Plakette des Deutschen Solarpreis 2012 für Einfamilienhaus in Seeheim

In der Stadthalle von Wuppertal wurde am 27. Oktober 2012 durch Eurosolar der deutsche Solarpreis sowie Plaketten in verschiedenen Kategorien verliehen. „Wir gratulieren der Familie Marc aus Seeheim und dem Darmstädter Büro <ee concept gmbh> zum Erhalt einer Plakette des Deutschen Solarpreises 2012″, freut sich Claudia Schlipf-Traup, Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN in Seeheim-Jugenheim.

Zusammen mit der Familie Marc hatten die GRÜNEN zur Besichtigung dieses Hauses am 13.3.2011 eingeladen.
„Dieses Wohnhaus in der Wilhelm-Leuschner-Straße ist ein CO2-neutrales Haus. Sein Energiebedarf ist minimiert durch passive und aktive Maßnahmen zur Optimierung der Energieversorgung. Es erzielte auch dank der Photovoltaik-Anlage einen Energie-Überschuss von rund 1500 kWh während des ersten Jahres“, erläutert Xavier Marc.

Zu den passiven Maßnahmen zählt eine gute Gebäudehülle. Die Fenster auf der Nordseite haben nur eine geringe Fensterfläche. Ferner wird der Strombedarf durch eine optimale Tageslichtnutzung minimiert.

Als aktive Maßnahmen wurden zur Wärmegewinnung die Haupträume nach Süden ausgerichtet, wo große Fensterflächen viel Sonnenlicht in das Haus hineinlassen. Für Heizung und Warmwasser wird Geothermie eingesetzt.

Eine kontrollierte Belüftungsanlage sorgt für ein sauberes und temperiertes Raumklima. Die angesaugte Luft wird zuerst durch einen 40 Meter langen Erdkanal geführt. Hier erwärmt sich kalte Winterluft und bzw. kühlt sich heiße Sommerluft ab. Ein Wärmetauscher zwischen Zuluft- und Abluftströmen sichert anschließend eine stabile und angenehme Lufttemperatur im Inneren des Hauses. Die dreifach verglasten und sehr gut dämmenden Fenster können somit meistens geschlossen bleiben. Winterkälte und Sommerhitze können praktisch nicht mehr von draußen in das Haus eindringen.

Das Haus wurde ressourcenschonend in Holzrahmenbauweise mit einer Dämmung aus recycelter Zellulosefaser gebaut. Dabei ist es gelungen, ein großzügiges und lichtdurchflutetes Haus zu schaffen, das nicht nur mit technischen Spitzenleistungen sondern auch mit Schönheit und Wohnlichkeit beeindruckt. „Ein rundum gelungener und vorbildhafter Beitrag zum Klimaschutz“ stellen die GRÜNEN überzeugt fest.

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Filmabend mit „Let’s make money“ und anschließender Diskussion

Vor dem Hintergrund der aktuellen Finanzkrise ist das Interesse daran, was eigentlich mit dem Geld passiert, enorm gewachsen. Immer mehr Menschen interessieren sich dafür, was hinter den Zinsversprechen von Banken und Versicherungen steckt. In welchem Teil der Welt wird das Geld investiert? Fließt das eigene Geld in die Finanzierung von Waffenfirmen oder Kinderarbeit?

Zu diesem Thema laden BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN in Seeheim-Jugenheim zu einem Themenabend ins Haus Hufnagel ein. Am 14.11. ab 19:30 Uhr wird der Film „Let’s make money“ aufgeführt, im Anschluss ist Zeit und Raum für Diskussionen.

Der Film des österreichischen Regisseurs Erwin Wagenhofer aus dem Jahre 2008 beleuchtet auf eindringliche Art und Weise, in welche Richtung sich das weltweite Finanzsystem entwickelt hat. Im Jahre 2009 wurde der Film mit dem erstmals vergebenen „Deutschen Dokumentarfilmpreis“ ausgezeichnet.

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